Mit dem Weltbild bestätigt sich eine Gesellschaft die Richtigkeit des eigenen Standorts. Man sieht sich selbst im Zentrum; an der Peripherie wohnen die Unterentwickelten; dahinter toben Chaos und Barbarei.

Geschlossene Weltbilder und Glaubenssysteme bedürfen der Feindbilder und müssen unentwegt nach innen und außen verteidigt werden. Der Kampf gegen das vermeintlich Böse ist heilige Pflicht. Damit geht die Durchsetzung wirtschaftlicher, politischer oder ideologischer Interessen einher.
Auch hier finden wir Magie und Mythos in den Dienst des Anliegens gestellt: Sie sind Verstärkungsmittel der technischen Anstrengungen und dienen zudem der Legitimation von Machtansprüchen. Aus der Bewährung im Kampf entstehen die Eliten. Eine wichtige Vorbildwirkung geht dabei von den mythischen Heroen aus, deren europäischer Prototyp Herkules ist.
Der buddhistische Kreis kennt eine kaum überschaubare Zahl von Dämonen und Wächtergottheiten. Sie stehen im ständigen Kampf gegen die Unwissenheit und die Feinde der Religion und sind oft furchterregende Aspekte von Gottheiten.
Auch der Tanz - in seinen Ursprüngen ein religiöser Akt - wird als magische Analogiehandlung zur Abwehr dämonischer Einflüsse eingesetzt.