Die 5. Arkade verdeutlicht die tiefgreifende Profanisierung, die seit Beginn der ANTHROPOZENTRIK unsere Lebenswelt und damit auch die Formensprache der Kunst erfaßt hat. Die großen Bedeutungsgefüge geraten unter rationalen Erklärungszwang und bröckeln, während ihre künstlerischen Chiffren die allgemeine Verbindlichkeit einbüßen.

Künstler mutieren von Dienern der Idee zu Selbstdarstellern. Mythologische Stoffe werden frei gestaltet, göttliche Posen für das Menschenbild adaptiert. Das Tierbild verblaßt in seiner Bedeutung und findet in Kunstgewerbe und Kitsch ein neues Genre. Das Kunstwerk wandelt sich zum selbständigen Bedeutungsträger und verliert dabei an Lesbarkeit und stilbildender Kraft. Der Markt wird zum Parameter der Kunstproduktion.