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Während
das Wasser zumeist das Abwaschen des alten Lebens - also Neugeburt
- bedeutet, gilt Feuer im allgemeinen als Symbol göttlicher
Präsenz in der Welt. Eine wichtige Rolle spielt der Weihrauch,
von dem man annimmt, daß er direkt zu den Göttern aufsteigt.
Die hier gezeigten Beispiele zoomorpher Gefäßformen des
16. - 19. Jhs. gehen zumeist auf ältere Vorbilder zurück.
Besonders die Ming-Dynastie in China läßt in ihrem Kunstschaffen
den Geist archaischer Zeiten wieder aufleben - eine Entwicklung,
die mit der abendländischen Renaissance parallel läuft:
Beide Versuche einer Rückbesinnung führen weit über
ein Aufleben des Vergangenen hinaus und bringen spezifisch Neues
hervor.
Von
Persien kommt die Technik des Cloisonné nach China und findet
dort in der Dekoration der traditionellen Bronze-Gefäße
ein neues Anwendungsfeld. Die Vielfalt der Techniken und die Qualität
der Ausführung erreichen im 17. und 18. Jh. (Quing-Dynastie)
ihren Höhepunkt, bevor die künstlerische Kraft in ornamentaler
Verspieltheit und Manier versinkt. Die Trennung der Gegenstände
des zeremoniellen und des profanen Gebrauchs verflüchtigt sich
immer mehr, die Fertigung der Zeremonialobjekte ist längst
von einer aufgeklärten Gesinnung begleitet. So kommt es zu
einer Verselbständigung des Kunsthandwerks. Vegetabile, zoomorphe
und anthropomorphe Ornamente spielen auf raffinierte Weise mit alten
Bedeutungen und bereiten den Weg für ein Design, das bald unabhängig
von den ursprünglichen Bedeutungen existieren wird. Die zeremoniellen
Räuchergefäße, Kannen und Dosen des tibetisch-mongolischen
Kreises zeigen rezente Ausformungen des alten Tierstils.
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