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Die
vermeintlich in mythischer Zeit abgerissene Jenseitsverbindung wird
mancherorts durch den Schamanen wieder aufgenommen. Ihm allein traut
man zu, die komplizierte Funktionsweise des Universums zu begreifen.
Seine Aufgabe ist es, zwischen Menschen und Geistern zu vermitteln,
um Unglück und Krankheit abzuwenden. Die Himmel-Erde-Trennung
wird durch die Ekstase überwunden. Der Schamane erreicht sie
durch Trommeln, Rasseln, Tanzen und Schreien.
In
Tibet und der Mongolei sind die im Schamanismus gefürchteten
chaotischen Kräfte der Natur unter dem Einfluß des Buddhismus
harmonisch in die kosmologischen Vorstellungen eingepaßt worden.
Ein ganzes Geister-Pantheon wird zoomorph gedacht und gestaltet.
Diese Verschmelzung altjägerischer und buddhistischer Vorstellungen
bildet das Substrat der tibetischen Kultur.
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