Die technische Entwicklung beginnt bei den natürlichen Urformen und gelangt durch Differenzierungsprozesse zu immer größerer Raffinesse. Als Rohstoffe stehen dem Menschen zunächst nur die 3 Naturreiche Stein, Pflanze und Tier zur Verfügung.
Die Formensprache der ersten Gerätschaften ist weltweit ähnlich und wird allein von der Funktion bestimmt. Die Steinwerkzeuge als Grundtechnologie verändern sich durch etwa 2 Mill. Jahre kaum, während die menschliche Evolution wesentlich voranschreitet.

Der "Quantensprung" ereignet sich vor etwa 40.000 Jahren. Der Mensch entwickelt soziale Bedürfnisse und beginnt Gegenstände (z.B. Schmuckperlen) herzustellen, die keinen technischen Nutzen, dafür aber kommunikativen Wert besitzen. Eine "Kultur der Gegenstände" entwickelt sich. Beile und Klingen erhalten ausgewogene Formen, Symmetrie, Dekor. Das Aussehen der Produkte wird wichtig, denn sie werden fortan mit Persönlichkeiten assoziiert. Die technologische Sprache wandelt sich zur Kultursprache.
Die Erfindung der Viehzucht ermöglicht großräumige Wanderungen und Kulturkontakte, die einen Technologietransfer nach sich ziehen. Erst nach der "neolithischen Revolution" können sich berufsgebundene Techniken entfalten.