Die Sammlung Peter Coreth

Weltbilder im Spiegel der Kunst

Seit den Anfängen der Kunst im Paläo­­lithikum wer­den ihre Ausdrucksformen von Welt­bildern ge­­prägt. Vorstellungen vom Kos­mos und seinen Kräf­­ten, von Geburt, Tod, Liebe, Macht oder Hel­­den­­tum haben zu allen Zeiten in Gegen­­stän­den Ge­stalt an­ge­nommen. Ob Kunst­werke oder Arte­fakte - ihre be­deu­tungs­vermit­teln­den Ei­­­gen­­­schaften hel­fen uns, den über 30.000 Jahre gespann­­ten Bogen künst­­le­ri­scher Ent­fal­tung zu be­­­­grei­­fen: von der ma­gi­schen Vorstel­lungs­­welt der Stein­­zeitjäger über die von Mythen und Re­li­­gionen ge­präg­ten Kul­tur­phasen bis zur Kunst des anthro­po­zent­ri­schen Zeitalters. Weil Form­­fra­gen meist auch Sinn­fragen sind, lohnt es sich, den im­manenten Bot­schaften der Be­­­deu­­tungs­­trä­­ger nach­zu­spüren. Die Besu­cher sind eingeladen, die Kulturgeschichte in ihren fas­zi­nie­ren­den, oftmals rätselhaften Zusam­­­men­­hän­gen zu entdecken und dem ,Ge­heim­nis Kunst‘ einen Schritt näher­­zutreten.

In der anthro­­­po­lo­gi­schen Samm­lung Coreth werden wichtige Entwickl­ungslinien und Verlaufsstruk­turen anhand des Leitfadens Tierbild-Göt­ter­­bild-Menschenbild dar­gestellt. Die Kunst­­­­wer­­ke werden nicht nach gängigen Ein­­tei­lun­­gen, son­­dern nach kul­tur­über­­­grei­fen­den Ge­mein­­sam­keiten ihrer Motive, Formen­spra­chen und rituellen Funktionen präsen­­­tiert. Sie treten the­men­bezo­gen ins Blickfeld und ermög­lichen da­durch ei­ne ver­glei­chende Be­­trachtung.

Das Museum Huma­num ist ein kleiner Schauplatz großer menschlicher Themen, ein erstaunliches Pan­optikum. Es macht be­trof­fen, weil in der Zusam­­men­schau nicht nur eine uni­­verselle Sehn­­­sucht, sondern auch die Wider­sprüch­lich­keit mensch­­­licher Orientierung und Sinnsuche sicht­bar wird. Wer sich auf diesen Streifzug durch Weltbilder einlässt, wird Kunst fort­an viel­leicht mit anderen Augen betrachten. Wo­mög­lich be­­gegnet er auch den Grund­­fragen seines eigenen Lebens..

Akademien und Schulen nutzen das Museum Humanum für pädagogische Projekte und Workshops, weil es eine kulturübergreifende Kunstbetrachtung nach universellen Themen ermöglicht. Die Führungen werden altersgerecht gestaltet, ihre Fokussierungen auf die Interessen der Teilnehmer abgestimmt.

AUSZEICHNUNGEN:

2004: Staatspreis (Kulturbrücke)

2004: Comenius-Medaille

2007: Kulturpreis des Landes NÖ

2009: Österreichischer Bundesmuseumspreis

2010: Prix Jeanne de Ferrette

2010: Nominierung für den Innovationspreis NÖ

2016: Österreichisches Museumsgütesiegel

2020: Würdigungspreis des Landes NÖ

2022: Maecenas NÖ

2024: Ö1-Publikumspreis (Kulturbrücke)

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