Einführung



EIN KLEINER SCHAUPLATZ GROSSER MENSCHLICHER THEMEN

Kunstwerke und Artefakte aus fünf Kontinenten und 30 Jahrtausenden machen im Museum Humanum von Fratres menschliche Vorstellungswelten erlebbar.

EIN STREIFZUG DURCH WELTBILDER

Anhand von tausenden Exponaten können Sie im Museum Humanum den Grundzügen der menschlichen Kulturgeschichte auf die Spur kommen.

In der Säulenhalle des alten Gutshofs finden Sie unterschiedliche Vorstellungen vom Kosmos und seinen Kräften, von Geburt, Tod, Liebe, Macht oder Heldentum in einer verblüffenden Zusammenschau dokumentiert, die das Gemeinsame und Wesentliche hervortreten lässt: das vielstimmige Fragen nach Sinn. Ein Gang durch die Museums-Arkaden wird Ihre Sicht auf den Menschen und seine Konstanten verändern.

STATIONEN DER MENSCHWERDUNG

Folgen Sie den aufregenden Spuren menschlicher Entwicklung und Sinnsuche von den magischen Praktiken der Steinzeitjäger, über die von Mythen und Religionen geprägten Kulturphasen bis zur anthropozentrischen Sicht unserer Tage. Machen Sie Ihre eigenen Entdeckungen. Riskieren Sie Vergleiche. Lassen Sie sich von seltenen Zeugnissen menschlicher Orientierung berühren und verzaubern: eine Erfahrung, die Sie nachdenklich machen wird, weil Sie dabei auch den Grundfragen Ihres Lebens begegnen.

EIN MUSEUM GEHT NEUE WEGE

Tierbild – Götterbild – Menschenbild lautet der Leitfaden der Sammlung Peter Coreth, die sich von starren musealen Gefügen abhebt und neue Vermittlungswege beschreitet. Mit einem gewagten Ausstellungskonzept, das geografische und chronologische Einteilungen weitgehend verwirft und einen Kulturvergleich nach Themen, Motiven und rituellen Zusammenhängen ermöglicht, hat das Museum Humanum 1997 die heimische Museumslandschaft aufge-wirbelt. Seither ist es zu einem Topos im kulturellen Wegenetz Mitteleuropas geworden. 

DER BILDUNGSAUFTRAG: EMPATHIE ERZEUGEN

Die spannungsreiche Gegenüberstellung von Objekten aus unterschiedlichen Kontexten weckt Interesse für das Fremde, Andersartige. Oft steht Irritation am Beginn einer Kunsterfahrung, bevor sich der Blick auf Gemeinsames, Verbindendes weitet. Hier wird keine fremde Kultur an den Maßstäben der eigenen Kultur gemessen. Vielmehr gilt es, den Eurozentrismus zu überwinden, damit Wertschätzung entstehen kann. Das Museum Humanum erfüllt damit den Bildungsauftrag einer von Migration geprägten Gesellschaft, der am Abbau von Vorurteilen und ethnischen Spannungen gelegen sein muss. 


VOM EXPERIMENT ZUR PREISGEKRÖNTEN INSTITUTION

Anfangs noch ein Geheimtipp für Anthropologen, ist das Museum Humanum im Grenzland des nördlichen Waldviertels längst zu einer anerkannten, mit internationalen Preisen ausgezeichneten Institution geworden, die von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie von Enthusiasten aus aller Welt besucht wird. - Ein vielbeachtetes Experiment, das Maßstäbe gesetzt hat.

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