Presse
„Über Kontinente und Zivilisationen hinweg wird die parallele Entwicklung künstlerischen Schaffens von der Naturbeschwörung zum menschenzentrierten Weltbild demonstriert.“
BASLER ZEITUNG
„Im Gutshof von Fratres hat Peter Coreth den richtigen Ort für die Ausstellung seiner riesigen Kunstsammlung gefunden.“
FRANKFURTER RUNDSCHAU
„Vision von Weltkultur“
MORGEN
„Die Anfänge der Kunst, sinnlich erfahrbar gemacht. Eine Abenteuerreise quer durch die Zeiten und Kulturen …“
DEUTSCHE PRESSE
„Museum Humanum is essentially the lifetime collection of one man, Peter Coreth. His purpose is to contribute to an anthropological understanding of art.”
THE BRIDGE
“Exponate, um die ihn die führenden Museen der Welt beneiden. Als offene Denkwerkstatt ist das Museum Unterstützung, nicht Selbstzweck.“
NEW YORKER STAATSZEITUNG
„Ein ungemein spannender Kulturvergleich: Wie haben die verschiedenen Völker zu verschiedenen Zeiten ein bestimmtes Thema gesehen und dargestellt?“
BRASIL-POST
„Gleichermaßen Verzauberung und Provokation.“
FORUM
„Peter Coreth ist Gründer und Betreiber des Museum Humanum mit seiner anthropologischen Sammlung, die er seit 50 Jahren permanent erweitert und wissenschaftlich bearbeitet. Er erhielt zahlreiche nationale und internationale Preise.“
DIE ZEIT
“Der Bogen der Darstellung spannt sich zu den von Mythen und Religionen geprägten Kulturphasen und endet in der fünften Arkade mit der Kunst der Gegenwart.(…) Das Museum Humanum im Grenzdorf Fratres ist nur ein Brückenkopf im Gesamtprojekt, das eigentlich Kulturbrücke Fratres heißt. Der bekannteste Besucher des Galeriehauses war übrigens Tschechiens Präsident Vaclav Havel.“
DIE PRESSE (Beppo Beyerl)
„Zu einem kulturellen Geheimtip an der österreichisch-tschechischen Grenze ist das Museum Humanum in Fratres, Bezirk Waidhofen/Thaya, geworden. Hunderte wertvolle Kleinplastiken und Kultgegenstände aus fünf Kontinenten sind in dem ehemaligen Gutshof zu sehen. Masken aus Afrika, Schamanengewänder aus Asien, Buddha-Statuen und Steinzeit-Relikte thematisieren Mythen und Religionen der Menschen rund um den Erdball. (...) ‚Alle Kulturen stellen ähnliche Fragen zum Göttlichen, zum Tod, zur Natur (…)‘, erläutert Coreth, der sich mit dem Museum einen Lebenswunsch erfüllen konnte.
KURIER (Winfried Dimmel)
“30 Jahre lang hat Peter Coreth in aller Welt gesammelt.(…) 30.000 Jahre Menschheitsgeschichte liegen in Vitrinen. Zwetschkenbäume und Hollerstauden schauen durch die Fenster herein. Auch an kleinen Orten haben große Gedanken ihren guten Platz.“
MORGEN (Mella Waldstein)
„Einen besonderen Beitrag zum Kultursommer leistete die amerikanische Kunstpädagogin Kate Reynolds von der „International School of Prague“. Gemeinsam mit Univ.Prof. DDDr. Wolfgang Mastnak (München) führte sie die Besucher durch das Museum Humanum und machte ihnen Zusammenhänge in der Kunstentwicklung bewusst. Reynolds Interesse galt dabei vor allem den archetypischen Bildideen und ihrer Interpretation durch C.G. Jung und Mircea Eliade.“
NIEDERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN
„Plötzlich standen wir in einem geräumigen Hof mit vielen Blumen. In der Stille eines Herbstvormittags sah es aus, als wäre die Zeit stehengeblieben. (...) Im Inneren konnten wir eine einmalige Kunstsammlung besichtigen und waren buchstäblich sprachlos, welche Schätze der Menschheitskultur Dr. Peter Coreth im Lauf von 30 Jahren sammeln konnte. (...) Ungewöhnlich ist die Parallelität, in der alles präsentiert wird. Die einzelnen Gegenstände aus verschiedenen Zeiten und Ländern sind nebeneinander ausgestellt.“
ZPRAVODAJ (Pavel Krystof Novak)
„Der alte Gutshof ist mittlerweile zu einer international bekannten Anlaufstelle für Kunst- und Kulturinteressierte aus Mitteleuropa geworden.“
KURIER
„Als eine der markantesten und radikalsten Dichterpersönlichkeiten unserer Zeit begrüßte Hausherr Coreth die 81jährige Schriftstellerin Ilse Aichinger. Als Mitglied der legendären "Gruppe 47" schrieb sie gemeinsam mit Autoren wie Heinrich Böll, Günter Grass, Ingeborg Bachmann und Martin Walser Literaturgeschichte.“
NÖN (Daniel Lohninger)
„Mit Frohsinn, Muskelkraft und ritterlicher Tugend hält ein Mann im ausgedünnten Grenzland seinen Hof hoch. Keine Milchwirtschaft, auch wenn er die letzten Kühe seines Vorbesitzers noch persönlich kennen lernen durfte. Der schöne Gutshof von Peter Coreth im nördlichen Waldviertel ist längst ein Veranstaltungsort für Kultur. Coreth hat den stattlichen Hof im Jahr der Grenzöffnung erworben, um dort seiner Sammlung globaler Kunst- und Kulturgüter als Museum Humanum eine Heimstatt zu geben. Und das an einem Ort, der gerade einmal 24 Einwohner zählt! Fratres liegt direkt an der tschechischen Grenze, in Rufweite von Slavonice, das für seine bunten Renaissance-Sgraffiti an den Hauptplatz-Fassaden bekannt ist. (...) Ein Pfeiler der Kulturbrücke ist Peter Coreths Hof, den er mit eigener Kraft vom Keller (Wein) bis zum Dachboden (Marder),vor allem aber im Museums- und Veranstaltungstrakt bestechend schön renoviert hat.“
DER STANDARD (Margarete Affenzeller)
„Die bürokratischen Hürden haben dem erfahrenen Weltenbummler bei der Überstellung von Kunstgegenständen (...) stets robuste Nervenstränge abverlangt.
AUSTRIA PRESSE AGENTUR (Andreas Tröscher)
„In der Tat ist ein außergewöhnliches Museum entstanden. (...) Die im Museum Humanum ausgestellten Kleinplastiken, Kultgegenstände, Insignien, Amulette, Werkzeuge umfassen einen Zeitraum von 30.000 Jahren. (...) Dabei zeigt sich, dass alle Kulturen ähnliche Fragen zum Göttlichen, zum Tod, zur Natur stellen. ‚Stilfragen sind eben auch Sinnfragen, die uns etwas angehen‘, sagt der leidenschaftliche Sammler. (...) Die spannungsreiche Gegenüberstellung will das Interesse für das Fremde, Andersartige wecken und den Blick auf das Gemeinsame, Verbindende lenken. Ein spartenübergreifendes Experiment, das einen Kontrapunkt zu den zahllosen Spektakeln des Zeitgeistes setzt.“
ROSENHEIMER-VERLAG (Reinhard Kriechbaum)
„Der wahre Kulturgenießer reist nach Fratres. Dort oben (...) findet er ein exquisites Museum mit erlesenen Exponaten in bemerkenswerter Verknüpfung mit moderner Kunst.(...) Hinter einem romantisch verwachsenen Torbogen öffnet sich ein üppig begrünter Hof als schattiger Treffpunkt für die Gäste. Sie kommen aus aller Herren Länder nach Fratres und finden hier die Stille der Abgeschiedenheit, die den kreativen Gedankenaustausch beflügelt, und befinden sich dennoch in einem pulsierenden kulturellen Zentrum.“
NÖWI
„In Fratres, einem kleinen Dorf unmittelbar an der Grenze zu Tschechien, befindet sich ein hochkarätiges Museum, das zum Zentrum für Künstler und Kulturschaffende im nördlichen Waldviertel avancierte. Der Sitz der „Kulturbrücke Fratres“ zieht Kunstinteressierte aus ganz Mitteleuropa an. (...) Zentraler Bezugspunkt der Ausstellungen und Symposien ist das Museum Humanum – ein Schauplatz zeitloser menschlicher Themen und deren künstlerischer Interpretation.“
SALZBURGER NACHRICHTEN
„Peter Coreth ist ein eigenwilliger Kopf. ..Ständig befindet er sich auf dem Sprung zu etwas anderem. Das hindert ihn daran, in festgefahrenen Bahnen zu denken. Von 1971 bis 1975 hat er als außenpolitischer Redakteur der „Salzburger Nachrichten“ gearbeitet, er schrieb den Roman „Arbeitshaft“, zog durch Europa und begann eine mythologische Studiensammlung aufzubauen. (...)Wunderbare Objekte aus allen Teilen der Welt hat er zusammengetragen, um sie miteinander in Beziehung zu setzen. (…) Was macht Kunst eigentlich zur Kunst, wo kommt sie her und was bewirkt sie im Betrachter? (...) Jeder, der sich mit seiner Sammlung auseinandersetzt, ist gezwungen, selbst gründliche Überlegungen anzustellen. (...) Als Kunstraum und experimentelle Denkwerkstatt will Coreth das Museum verstanden wissen. Man sollte es sich ansehen.“
SALZBURGER NACHRICHTEN (Anton Thuswaldner)
„In Fratres erwartet mich der Eigentümer des Gutshofes, der Kulturphilosoph Peter Coreth, und seine Gefährtin, Frau DDr. Andrea Korenjak. In der Eingangshalle des Gutshofes findet am Nachmittag eine interessante Veranstaltung statt. Inzwischen haben sich die Gäste eingefunden. Peter Coreth zeigt seine Sammlung, die er ‚museum humanum‘ nennt, mit ihren archäologisch und ethnologisch bemerkenswerten Stücken. Ihm geht es um ‚Weltbilder‘– darüber brachte er ein schönes Buch mit demselben Titel heraus, das er nun vorstellt.“
KRONEN-ZEITUNG (Roland Girtler)
„Bei diesem Streifzug durch die Mythen und Weltbilder soll der Betrachter sehen, wie sich die Formensprache der Kunst im Laufe der Geschichte verändert hat, und verstehen, dass Formfragen auch Sinnfragen sind. So entsteht ein neuer Blickwinkel, der Kunst auf ganz andere, neue Weise erleben lässt, und auch die Grundfragen des eigenen Lebens sichtbar macht. Dankenswerterweise haben in dem prächtigen Bildband auch Aufsätze und Vorträge namhafter Wissenschaftler, Forscher, Künstler, Theologen und Philosophen Platz gefunden.“
NEUE ZEITUNG (Budapest)
„In Coreths „Museum Humanum“ werden Kulturkreise und Epochen nicht getrennt, sondern die Objekte nach Gemeinsamkeiten geordnet. Da kommt dann eine Figur aus dem Horuskult neben der Muttergottes mit dem Kind zu liegen, der chinesische Tiger neben dem römischen Löwen.“
DIE FURCHE (Oliver Tanzer)
„Es besteht kein Zweifel, dass das Museum Humanum im äußersten Nordwesten Niederösterreichs eines der interessantesten in der österreichischen Museumslandschaft ist; schon daran zu ersehen, dass immer wieder führende Zeitgenossen aus Kunst und Wissenschaft, Religion und Politik dort zusammentreffen. (...) Peter Coreth und Kate Reynolds gehören zu der ganz seltenen Spezies, die einen Pfad in die verschütteten Ursprünge unseres geistigen Daseins aufspüren und freilegen können. Kate Reynolds schätzt Mythen und Kunst als Orientierung in einer von Bedeutungsverlusten geprägten Zeit. „Kunst ist Orientierung“, betont sie, und Peter Coreth sieht Mythos und Kunst als unsere letzte Chance. Es gibt sie noch, die großen Philosophinnen und Philosophen; wir brauchen nur hinzuhorchen und mitzudenken, um zu höheren Erkenntnissen zu gelangen.“
DEUTSCHE PRESSE (Traude Walek-Doby)
„Peter Coreths Museum Humanum in der Säulenhalle des Gutshofes, eine der interessantesten anthropologischen Sammlungen in Österreich.“
AUGUSTIN (Barbara Huemer)
„Peter Coreth trägt sein ‚Museum Humanum‘ nach Wien: eine anthropologische Sammlung, die man in dieser rätselhaften Mannigfaltigkeit in einem abgelegenen Dorf nicht vermutet hätte.“
WIEN HEUTE
„In einer zunehmend von Migration geprägten Gesellschaft wird der Blick über den Horizont der eigenen Kultur hinaus zum ersten und wichtigsten Teil der Konfliktprävention. Der Religionswissenschaftler Johann Figl beschäftigt sich mit Erfahrung und Überschreitung von Grenzen in den Religionen und nimmt dabei auf das Buch „Weltbilder im Spiegel der Kunst“ von Peter Coreth Bezug. Auch der Autor selbst wird am Mittwoch anwesend sein. Er spürt den immanenten Botschaften bedeutungsvermittelnder Kunstwerke nach, die ihre Entstehung der menschlichen Sehnsucht nach metaphysischer Orientierung verdanken. Musikalisch wird die Veranstaltung der aus Kairo stammende, mehrfach preisgekrönte Komponist Hossam Mahmoud begleiten. Und der Künstler Andreas Kuhnlein, der für seine großen mit der Motorsäge aus Holzstämmen geschnittenen Skulpturen bekannt ist, wird aus Anlass der Buchpräsentation ein von ihm geschaffenes Werk enthüllen.“
STEPHANSCOM (ks)
STIMMEN AUS DER FACHWELT
A New "Bozzetto" by Federico Barocci
In a private Austrian collection (Dr. Peter Coreth) there is an undated and unsigned oil painting (…) which is obviously related to Federico Barocci´s "Deposition" in the Cathedral of Perugia. A technical examination of the picture carried out 1988 by Professor Franz Mairinger at the Academy of Fine Arts´Institute for Colour Chemistry determined that the colour pigmentation used in the painting dated from the 16th century. (…) The possibility that this work is a copy or imitation from a subsequent century can therefore be ruled out. (…) The close connection between the "bozzetto" and a drawing held in the Uffici is additionally clarified by the following observations: the format of both works are almost identical, and the contours, clearly pressed and partly scratched onto the paper, of the most important forms in the Uffici correspond almost exactly to the delineation of the "bozzetto". (…) According to written sources , Federico Barocci went to Perugia in November of 1567, signed the contract and the altarpiece was set up in time for Christmas, 1569. On the basis of the observations made above with respect to the stylistic development of the artist, the period of about two years for completion of this work, as reported by the written record, can now be extended to include a draught phase back to an earlier point in time, a phase to which our "bozzetto" belongs.
Mitteilungen des Kunsthistorischen Institutes in Florenz
Riassunto
Da un lato, il bozzetto consente ora una piu circonstanziata documentazione del modo di lavorare, straordinariamente meticoloso, del Barocci, in spezial modo nel caso concreto della dinamica composizione figurativa della pala perugina. Dall´altro, esso permette di seguire meglio lo sviluppo stilistico dell´artista nel sesto decennio del Cinquecento, con particolare riguardo all´importanza del modello michelangiolesco. Infine, le differenze iconografiche fra bozzetto e pala d´altare mostrano il passaggio ad una consapevole integrazione dei contenuti, avvenuto con il perseguimento della massima corrispondenza fra modello letterario e interpretazione figurative del soggetto.
Mitteilungen des Kunsthistorischen Institutes in Flozenz
The Invention of Light and Colour…
Immediately interesting in this light is the aforementioned bozzetto for the Perugia Deposition in a private collection in Vienna which can now be compared to the longknown cartoncino in the Uffici. One is immediately struck by the nearly identical dimensions of the two studies; the bozzetto is 58,4 x 35,2 cm while the cartoncino is 58 x 33,4 cm. Again, I have overlaid computer gererated images of both to confirm once again the fact that the figures in each coincide perfectly. In fact, a grid is visible on the Uffici cartoncini which undoubtedly underlays the painted bozzetto. Here it is quite clear that Barocci wishes to do separate and equal explorations of light and colour already in 1569. This early painting may stand emblematically for Barocci´s spirit of experimentation an the unprecedented aim to place light and colour on a quite literally equal par. This observation was only recently made possible…
Temple University Philadelphia (Ian Verstegen)
The Coroplastic Art of Ancient Cyprus
The material, now located in various museums in Europe an the USA, was discovered in sanctuaries. (…) Little is known of the cult or the exact context in which the terracottas were found. (…) It is ironic that the safest chronological an to a certain extent stylistic "jalons" for Cypro-Archaic I. terracottas have been found outside Cyprus (…)The statues discovered in the sanctuary of Apollo were taken to the British Museum, those from the sanctuary of Aphrodite to the Museum Antiquarium in Berlin. The terracottas (…) are dispersed throughout various museums in Berlin, the Badische Landesmuseum, Karlsruhe, and the Cyprus Museum, Nicosia. Individual pieces were acquired by the Louvre Museum. (…) A head fragment of unknown provenance belongs to the Sammlung Peter Coreth, Vienna.: Ovoid head, moulded face made in an old mould, elliptical eyes with incised eyelids, worn "feathered" eyebrows, prominent cheeks, slightly smiling protruding lips, long pointed flat beard, neatly separated from the rest of the face and decorated all over with stamped circles. (…) A mass of hair falls at the back, continuing the vertical grooves of the headdress from which it is separated only by a slight depression.
Anastasios G. Leventis Foundation (Nicosia)
Kreuzabnahme
„Die Kreuzabnahme Christi wird in den Evangelien nur kurz erwähnt. Dennoch hat die christliche Kunst dieses Thema immer wieder gerne aufgegriffen, um das Leiden des Herrn anschaulich vor Augen zu führen. (…) Zu den eindrucksvollsten dieser Darstellungen gehört das berühmte Altarbild des italienischen Meisters Federico Barocci im Dom zu Perugia. Lange sah man jedoch in diesem Maler, der um die Mitte des 16. Jahrhunderts seine höchste Schaffenskraft entfaltete und auch für den Papst tätig war, nur einen begabten Nacheiferer Michelangelos und Correggios, unter dessen Einfluß er stand. In jüngerer Zeit aber wandelte sich dieses Urteil, und Barocci wurde als ein durchaus eigenständiger Künstler erkannt, der mit einer neuen, bisher ungewohnten Gefühlsbetontheit seiner Schöpfungen den Übergang von der Renaissance zum Barock kennzeichnete und damit zu einem der bedeutendsten Vertreter des Manierismus wurde. Das zeigte sich deutlich in dem Altarbild der Kreuzabnahme an den von Empfindungen durchglühten Gestalten in ihren vom Wind gebauschten Gewändern, fliegenden Haaren und Bändern. Die ergreifende Anteilnahme an dem Vorgang und die Trauer um den Gekreuzigten aber erreichen ihre höchste Steigerung in der Figur Mariens, die angesichts ihres toten Sohnes, vom Schmerz überwältigt, in Ohnmacht zu Boden sinkt (…). So sind in dieser Darstellung voll Dynamik durch schwungvolle Bewegung, Lichtführung und Mienenspiel bereits alle Ausdrucksmöglichkeiten des Gefühles eingefangen. Diese künstlerische Entwicklung war zweifellos auch durch das Trientiner Konzil, das kurz vor der Vollendung dieses Altarbildes stattgefunden hatte und sich auch mit den Aufgaben der kirchlichen Kunst befaßte, beeinflußt worden. Erst kürzlich gelang es der österreichischen Privatsammlung Coreth, jenes Bozzetto, auf dessen Vorhandensein in Deutschland man erstmals 1797 aufmerksam wurde, zu erwerben. Wissenschaftliche Untersuchungen haben die Echtheit dieses Entwurfes bestätigt, mit dem nun ein bedeutendes Kunstwerk aus der Epoche des Manierismus für Österreich gewonnen wurde.“
Lieselotte Eltz-Hoffmann, Rupertusblatt/Religiöse Kunst, 11.4.1993
Neue Erkenntnisse über Anfänge der Barockmalerei
Florenz. Ein stilgeschichtlich hochbedeutendes Gemälde des italienischen Meisters Federico Barocci (1535 – 1612), Manierist und Wegbereiter der Barockmalerei, ist in österreichischem Privatbesitz aufgetaucht. Das berichtet das Kunsthistorische Institut in Florenz. Die Tafel, mit der Barocci Komposition und Farbgebung für sein berühmtes Altarbild im Dom von Perugia erprobt hat, war seit dem 19. Jahrhundert verschollen. Die 1568/69 entstandene „Kreuzabnahme“ – eines der bedeutendsten Altarbilder des Jahrhunderts – diente Rubens als Vorbild und markiert den Übergang zum Barock. Der neue Kunstfund macht diese bisher als sprunghaft empfundene Entwicklung, in der ein maßgebliches Stilprinzip Michelangelos überwunden wurde, erstmals nachvollziehbar. (...) Die Darstellung der „Kreuzabnahme“ beendete eine lange Phase künstlerischer Untätigkeit, zu der Barocci infolge einer Vergiftung – angeblich durch neidische Kollegen – verurteilt gewesen war.
KNA/Kultur
Barocci-Bild wieder entdeckt
Barocci-Werk entdeckt
Ritrovato un bozzetto del BarocciEin Gemälde aus der ehemaligen Schloß-Sammlung Söder bei Hildesheim sorgt derzeit für Aufsehen in der Kunstwelt. Der stilgeschichtlich bedeutende Farbentwurf des italienischen Meisters Federico Barocci (...) ist in österreichischem Privatbesitz aufgetaucht., wie das Kunsthistorische Institut in Florenz in seinem soeben erschienenen Bulletin berichtet. Das Gemälde, mit dem Barocci Komposition und Farbgebung für sein berühmtes Altarbild im Dom von Perugia erprobt hatte, war zuletzt 1859 in einem Katalog des Kunsthauses Charles Rumpler in Hannover aufgeschienen und galt seither als verschollen. Der Artikel des Kunsthistorikers Peter Assmann stützt sich auf ein labortechnisches Gutachten von der Akademie der Bildenden Künste in Wien und weist die Urheberschaft Baroccis an dem aufgetauchten Gemälde nach. Der Besitzer des Bildes, der Wiener Sammler Peter Coreth, will seinen Fund vorläufig nicht weiterverkaufen: Mir hat das Bild schon gefallen, als es noch keine Entdeckung war.“ Die „Kreuzabnahme ist das erste Hauptwerk Baroccis, der die Entwicklung von Malern wie Rubens und die Brüder Caracci beeinflußte.
HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG
Florenz.- Ein Werk des italienischen Meisters Federico Fiori, gen. Il Barocci (1535-1612), Wegbereiter der Barockmalerei, ist im Privatbesitz des Wiener Kunstsammlers Peter Coreth aufgetaucht. Es handelt sich um ein undatiertes und unsigniertes Ölgemälde auf einer Kupferplatte, das als Vorstudie zu Baroccis berühmter Kreuzabnahme im Dom von Perugia gedeutet wird (APA).
DER STANDARD
... Nel suo saggio il professore austriaco afferma che provenienza, tecnica, stile ed iconografia del dipinto non lasciano dubbi. Il bozzetto – uno dei pochi sicuramente autentici del Barocci – documenta il metodo di lavoro accuratissimo per arrivare all esplosione della dinamicita. (...) Il bozzetto misura 58 centimetri per 35 es e un olio su lastra di rame. (...) Dall analisi di laboratorio risulta che i pigmenti usati risalgono propio al Cinquecento. Inoltre la lastra di rame risulta battuta a mano come era tipico del tempo. Da ricordare infine che il Barocci e attualmente uno dei pittori manieristi piu quotati...
LA NAZIONE
Rundgang im KunstWerk
„Zur Eröffnung der Schau hält der Schriftsteller und Publizist Peter Coreth einen Vortrag. Dieser Kultur-Denker ist Gründer der Kulturbrücke und des Museum Humanum in Fratres, einem Nest unmittelbar an der Grenze zwischen dem niederösterreichischen Waldviertel und Mähren. Seine Vermittlungsarbeit zwischen unterschiedlichen Kulturen und Weltbildern wurde kürzlich mit dem renommierten ‚Prix Jeanne de Ferrette‘ gewürdigt. Grundlage der Auszeichnung war ein Referat über ‚Grenzerfahrungen mit Kunst‘ sowie der kürzlich erschienene Bildband ‚Weltbilder im Spiegel der Kunst – Die Sammlung Peter Coreth‘“.
DREHPUNKT KULTUR (Universität Mozarteum)