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"Theologen
verschiedener Religionssysteme verzweifeln manchmal an meinem Präsentationskonzept,
weil ihre jeweilige Wahrheit darin keine Sonderstellung hat. Wer
den Mythos missversteht und meint, dieser müsste auch nach
den Maßstäben der Welt als wahr gelten, gerät
leicht in Beweisnot und braucht Dogmen. Aber die Wahrheit des Mythos
ist eine völlig andere. Wir begegnen ihr in Symbolen und Analogien,
die uns helfen, unsere subjektive, innere Landschaft mit der Außenwelt
in Beziehung zu setzen. Seit wir unser drittes Auge - die
Natursichtigkeit - verloren haben, bedürfen wir vor allem der
Kunst, um uns zu orientieren. Ich meine eine Kunst, die zum Bedeutungstransfer
taugt, weil sie lesbar und wesentlich ist, weil sie ergreift und
bewegt, verzaubert und provoziert ..."
Der
Sammler in OKNO (Fenster), 2004
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