Seit 30 Jahren betreibt die
KULTURBRÜCKE FRATRES
im Grenzland des nördlichen Waldviertels ein Forum für interkulturellen Dialog
und künstlerisches Cross-Over.
Zunächst nur auf den Aufbau einer neuen Nachbarschaft mit Tschechien bezogen, hat das Leitmotiv des Brückenschlags und der Grenzüberschreitung längst einen größeren Bezugsrahmen erhalten: Der alte Gutshof in Fratres ist Schauplatz von Sommerveranstaltungen, in denen eine spannende Verbindung von Bildenden Künsten mit Musik und Tanz, Literatur, Architektur, Film und Humanwissenschaften angestrebt wird.
Die Annäherung an das jeweilige Tagesthema erfolgt aus unterschiedlichen Disziplinen und kulturellen Blickwinkeln. Durch gewagte Verknüpfung von scheinbar Gegensätzlichem entstehen Verführungen zur Kunst, die in Verwandlungen durch Kunst münden sollen.. Stets gilt es, zwischen unterschiedlichen Weltbildern, ethischen Grundhaltungen und ästhetischen Positionen zu vermitteln. Im Brennpunkt steht das Fragen nach einem neuen und ganzheitlichen Menschenbild, das nicht von Ökonomie und Eurozentrismus dominiert ist.
Als Inspirationsquelle dient das 1997 eröffnete MUSEUM HUMANUM mit der Sammlung Peter Coreth. Darin werden tausende seltene Kulturzeugnisse aus aller Welt nach Motivgruppen präsentiert, um den Zusammenhang von Form und Bedeutung sichtbar zu machen. In dieser anthropologischen Werkstatt erscheint die menschliche Suche nach Sinn als augenfällige Kontinuität: Im Kultur- und Epochenvergleich erschließen sich alte wie neue Codes der Kunst und werden lesbar.
Das Zusammenwirken von KULTURBRÜCKE und MUSEUM HUMANUM ermöglicht eine vielschichtige Kulturarbeit, die ebenso originell wie zukunftsweisend ist. - Ein international beachtetes, mehrfach preisgekröntes Experiment, das einen Kontrapunkt zu den zahllosen Spektakeln des Zeitgeistes setzt und Fratres zu einer Anlaufstelle für Kunstfreunde und kritische Zeitgenossen in Mitteleuropa werden ließ.
„...Eine Brücke, die nicht nur Kulturen verbindet, sondern die Fragmente des menschlichen Geistes, Traum und Wirklichkeit, Irreales und Realität, Wissenschaft und Kunst. (...) Wer die Künste von den Wissenschaften trennt, hat nichts von ihnen verstanden. Sie sind nie absolut, und sie sind keine Gegensätze, sondern Instrumente der Erkenntnis, auf denen wir unsere Melodien spielen. (...) Die Universität auf der Wiese, der Konzertsaal im Wald, eine Brücke über die Welten. Auf den Instrumenten von Fratres werden meine Lieblingsmelodien gespielt.“
Lotte Ingrisch
Preise und Auszeichnungen
(Dieses Kapitel ist derzeit noch in Arbeit.)
PresseStimmen
„‘Grenzen fließen‘ ist der Titel eines Wettbewerbs, den die „Johanna-von-Pfirt-Gesellschaft“ ins Leben gerufen hat. (...) Die Aufgabenstellung des historischen Wettbewerbs bezog sich auf den Umgang der Menschen mit sich wandelnden Grenzen. Diesjähriger Preisträger ist der Kulturpublizist und Historiker Peter Coreth, der kurz nach der Öffnung der österreichisch-tschechischen Grenze den Verein ‚Kulturbrücke‘ gründete. Dieser Verein hat sich der Förderung einer gemeinsamen regionalen Identität jenseits der nationalen Grenzen verschrieben, ebenso wie das ‚Museum Humanum‘, das Coreth im Gutshof Fratres in Waldkirchen an der Thaya (Niederösterreich) eröffnet hat. Nicht Epochengrenzen und Kulturkreise sind Gliederungsprinzip der mit schönen Originalobjekten bestückten Ausstellung, sondern kulturvergleichende Fragestellungen zu Tier-, Götter- und Menschenbildern.“
DAMALS (Dr. Heike Talkenberger)
„Die Johanna von Pfirt-Gesellschaft, eine bedeutende internationale…Gesellschaft, verlieh am Wochenende ihren internationalen Kulturpreis in der Domstadt – mit illustren Gästen. (...) Angesichts der Finanzkrise forderte Schäuble eine gemeinsame, europäische Finanzpolitik, die er zudem als Chance sah: ‚Dadurch könnte Europa gezwungen werden, zusammenzuwachsen‘. Das zusammenwachsende Europa dokumentierten die Teilnehmer am Johanna von Pfirt-Preis, dessen Gewinner am Samstag geehrt wurden… Beiträge aus etlichen Ländern waren zu dem von Peter Heinrich Wessenberg initiierten Wettbewerb eingegangen, dessen Ziel die Verbindung der grenzüberschreitenden Regionen des Rheins mit den Regionen der alten Habsburgerländer an der Donau war. Mit dem Preis wurde schließlich Peter Coreth ausgezeichnet, langjähriger Gestalter und geistiger Vater der ‚Kulturbrücke Fratres‘“.
SÜDKURIER
“Grenzen fließen“ war der Wettbewerb betitelt, dessen Gewinner Peter Coreth nun in St. Blasien mit dem Johanna-von-Pfirt-Preis ausgezeichnet wurde. (...) Nicht nur am Eröffnungstag beschäftigte sich die Tagung intensiv mit dem Thema Europa.“
BADISCHE ZEITUNG (Stefan Sahli)
„(...) Ziel des Wettbewerbes war, euro-regionales Geschichtsbewusstsein zu fördern sowie Aktivitäten auszuzeichnen, die zu „fliessenden Grenzen“ führen. Wettbewerbssieger wurde der Journalist, Politologe und Kunstsammler Peter Coreth, Initiant des ‚Museum Humanum‘ an der österreichisch-tschechischen Grenze in Fratres.
REGIONAL (Brugg)
„Anläßlich des 60. Jubiläums des ‚Schuman-Planes‘, der zur Gründung der Montan-Union und später zur ‚Föderation Europas‘ führte, gab die im Aargau gegründete Wessenberg-Akademie die Entscheidung im 1. Euro-regionalen Geschichtswettbewerb ‚Grenzen fließen‘ bekannt. Der Preis, um den sich Kulturträger aus der Schweiz, Frankreich, Deutschland, Italien, Ungarn, Rumänien, Tschechien und Österreich beworben hatten, geht nach Österreich. Der Gewinner ist der Gründer der Kulturbrücke und des Museum Humanum im Waldviertler Grenzort Fratres, Dr. Peter Coreth, dessen Bemühungen um einen Kulturaustausch in Mitteleuropa und dessen Vermittlungsarbeit zwischen unterschiedlichen Kulturen und Weltbildern gewürdigt wird. (…) Coreth wird eine wertvolle Statuette namens ‚Der Magier‘ des deutschen Künstlers Johannes Dörflinger erhalten, die Dr. Erhard Busek vom Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) gestiftet hat. Unter den Mentoren des Jeanne de Ferrette (Johanna von Pfirt)-Preises befinden sich u.a. das Internationale Zentrum für Europäische Bildung (CIFE), das Land Baden-Württemberg, die Schweizer Landesmuseen oder das ungarische Staatsarchiv, von österreichischer Seite Außenminister Dr. Michael Spindelegger, EU-Abgeordneter Dr. Othmar Karas und Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.“
KULTURNEWS
„L historien Peter Coreth est le grand gagnant du concours avec son association « Ponts culturels ». Mark Glotz est arrive en deuxieme place avec son guide de promenades historiques transfrontalieres dans le pays des trois frontieres. La troisieme place a ete remportee conjointement par Kerstin Odendahl et Hans Martin Tschudi en tant qu editeurs d une collection dedie a la cooperation transfrontaliere (« Schriften zur Grenzüberschreitenden Zusammenarbeit »), et par Joachim Beck pour la publication « Europe sans frontieres – 15 ans de realites dans le Rhin superieur », paru dans cette collection. – (Institut pour la cooperation transfrontaliere)
EURO-INSTITUT